Fundraising & Führung

Am 17. November wird um 11.30 Uhr Herr Marc Daniel Kretzer als Gastreferent zum Thema Fundraising & Führung erwartet. Er wird die Ergebnisse seiner Untersuchung zur Arbeitssituation von Fundraiserinnen und Fundraisern vorstellen. An seiner Befragung haben sich 1.111 Fundraiserinnen und Fundraiser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt.

Dabei geht es u.a. um diese Fragen:

• Wie steht es um die Arbeitszufriedenheit von Fundraiser*innen in NPO?
• Was sind die dringendsten Handlungsbedarfe in Bezug auf Institutional Readiness von Spenden sammelnden NPO?
• Welche Faktoren sind für eine hohe Zufriedenheit mit der Arbeit ausschlaggebend?
• Welche Aspekte sind für eine gute Institutional Readiness besonders wichtig?
• Was kann eine einzelne Person zur Institutional Readiness ihrer Organisation beitragen?

Marc Daniel Kretzer stellt die wichtigsten Ergebnisse seiner Studie zur Verfügung. Anschließend ist Zeit für Fragen, Austausch und kritische Diskussion.

Marc Daniel Kretzer (*1980) arbeitet seit 2017 als Marketing-Leiter bei der Stiftung Marburger Medien, die sich fast vollständig durch Spenden finanziert. Davor lagen ein Lehramtsstudium (Altphilologie, Geschichte, Philosophie), Gründung, Aufbau und Verkauf einer Firma mit elf Mitarbeitenden sowie ein Jahr hauptamtliche freikirchliche Gemeindearbeit. Im Jahr 2021 schloss er das berufsbegleitende Masterstudium „Fundraising-Management und Philanthropie“ mit einer Arbeit über Fundraising und Führung ab.

Der Vortrag wird online im BigBlueButton-Raum des Bachelor-Kurses Management of Non-Profit Organizations von Prof. Neuvians stattfinden. Alle Interessierten sind herzlich willkommen sich einzuschalten:

https://webroom.hrz.tu-chemnitz.de/gl/nic-ctb-j1l-ynv

11.30 Uhr, 17.11.2022

Dresden plant: Die Stadt nach Corona

Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorüber. Dennoch ist es bereits erforderlich, die Zeit nach der Krise zu planen und die Zukunft in den Blick zu rücken. Gilt auch für die Landeshauptstadt Dresden, was das Handelsblatt jüngst postuliert: die Stadt der Zukunft ist nachhaltig, dezentral, digital und durchmischt? Wie planen gesellschaftliche Gruppen, Wirtschaft, Politik und Verwaltung die Zukunft der Stadt und vor welche besonderen Herausforderungen steht Dresden in Folge der Corona-Krise?

Das DIGW hat diese Fragen am 15. Juli 2021 in einem spannenden Austausch- und Gesprächsformat thematisiert, das Studierende, ProfessorInnen und vor allem Akteure aus verschiedenen Bereichen des städtischen Lebens zusammengebracht und Perspektiven auf dieAufgaben der näheren Zukunft nach Corona eröffnet hat.

Die digitale Stadt

Der Megatrend der Digitalisierung war und ist für die Stadt Dresden unabhängig von der Corona-Pandemie von Bedeutung. Die Einschränkungen und Veränderungen in beruflichen und privaten Bereichen während der Krise haben jedoch Lücken in der bereits erreichten Digitalisierung aufgezeigt. Fehlende Technik in Schulen, Gesundheitseinrichtungen und auch in privaten Organisationen haben nach Einschätzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine „verschleppte Digitalisierung“ in der Vergangenheit sichtbar gemacht.

Als dringende Aufgabe für die nähere Zukunft wird vor diesem Hintergrund die Verbesserung der Ausstattung mit digitaler Infrastruktur gesehen. Damit verbunden ist der Beginn einer digitalen Transformation. Zu dieser gehören die Anerkennung von Digitalisierung als Leitungsaufgabe, die Verbesserung des digitalen Datenaustauschs und die Anpassung von Betriebskonzepten an digitalisierte Abläufe. Dabei sollen Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger ebenso Berücksichtigung finden wie interne Prozesse in Stadtverwaltung und anderen öffentlichen Betrieben.

Die nachhaltige Stadt

Innerhalb dieser Diskussionsrunde wurde primär Nachhaltigkeit unter ökologischen Aspekten von Mobilität diskutiert. Hierbei wurde deutlich, dass die Stadtverwaltung das Thema Nachhaltigkeit in Konzepten und Umsetzung berücksichtigt. Die politische Agenda des Stadtrats ist auch mitbestimmend für den Grad der Umsetzung. Vor diesem Hintergrund wurde diskutiert, stärker die Arbeit der Stadtverwaltung für die Bürgerinnen und Bürger transparent zu machen.

Interessant war, dass Nachhaltigkeit und CO2-neutrale Mobilitätskonzepte gerade für die Schülerinnen und Schüler sehr wichtig ist und eine entsprechende Erwartungshaltung haben.

Die dezentrale Stadt

In den Gesprächen ergab sich u.a. die Perspektive auf Dresden als eine bereits sehr polyzentrische Stadt. Das Bedürfnis nach Nachbarschaft und dem Regionalen hatte während der Pandemie aus Sicht der Teilnehmenden zunächst zugenommen. Dies konnte man u.a. an einem erhöhten Interesse an Wochenmärkten feststellen. Aber es konnten auch Tendenzen zur Vereinzelung während der Pandemie beobachtet werden und es wurde die Frage diskutiert, ob die Dezentralität nicht auch eine gesellschaftliche Spaltung in der Stadt begünstigt hat.

Hinsichtlich weiterer Auswirkungen der Pandemie, zum Beispiel auf die Gewerbeflächen, konnte noch nicht viel berichtet werden. Sollte die Corona-Krise die Dresdner Stadtplanung in Zukunft stärker auf das (auch von anderen europäischen Städten verfolgte) Ziel der 15 Minuten-Stadt ausrichten, also auf eine Stadt, in der alles zu Fuß oder mit dem Rad in nur 15 Minuten erreichbar ist?

Die Rolle des Einzelhandels dürfte dabei eine entscheidende sein und wie er sich im Zuge des Corona bedingten Digitalisierungsschubs kreativ positionieren wird. Letztlich könnte für einen polyzentrischen Ansatz vielleicht auch die Frage wichtig sein: Womit identifiziert sich der Einzelne in einer Stadt? Und sind die Dresdner Stadtbezirke für diese Identifikation nicht zu groß?

Letztlich bot die Veranstaltung nicht nur inhaltlich, sondern auch persönlich viele Anknüpfungspunkte, die im Zuge der weiteren pandemischen Wirkungen sicherlich noch vertieft werden.

Managementkonzept bei der Bürgerstiftung Dresden

Am 10. Juni 2021, 11.10 Uhr haben wir Katrin Sachs von der Bürgerstiftung Dresden live im Online-Unterricht zu Besuch. Sie ist seit 2018 geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung und Mitglied im Stiftungsrat der Hamburger Körber Stiftung.

Die Bürgerstiftung Dresden  wurde 1999 als Modellprojekt für unternehmerisches bürgerschaftliches Engagement als eine der ersten Bürgerstiftungen in Deutschland gegründet und verwaltet unter ihrem Dach mittlerweile 70 Stiftungen im Umfang von 40 Mio. Euro Stiftungskapital.

Katrin Sachs hat fünf Jahre die Beratungsstelle im Bundesverband Deutscher Stiftungen in Berlin geleitet und für das Franchising der Bürgerstiftungsidee zentral begleitet.

Ihr Vortrag an der HTW Dresden beleuchtet die Adaptation nach US-amerikanischem Modell und das Management einer gemeinnützigen privaten Stiftung im Kontext von Erbschaftsmarketing, moderner Philantropie und dem Einfluss aktueller gesellschaftlicher Themen auf das Förderverhalten privater Spender und Stifter.

Wann: 10. Juni 2021, 11.10 Uhr

Wo: https://webroom.hrz.tu-chemnitz.de/gl/nic-5d5-iwj-34u

Changeprozesse bei der GIZ

Am 27. Mai laden Prof. Neuvians und das Dresdner Institut für gesellschaftliche Wertschöpfung Frau Gesine Schäling von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) live in den Online-Unterricht des Masterstudiengangs International Management ein.

Frau Schäling ist seit 2020 Leiterin der Abteilung HR Kompetenz, verantwortlich für die Grundlagen der Personalarbeit in der GIZ. Die GIZ ist Dienstleister der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und internationalen Bildungsarbeit und engagiert sich u.a. im Auftrag der deutschen Bundesregierung, von Unternehmen, internationalen Institutionen und privaten Stiftungen weltweit für eine lebenswerte Zukunft. Gesine Schäling war für die GIZ zunächst in der Rechtsabteilung, dann im Landesbüro in Vientiane, Laos tätig, bevor sie vor 6 Jahren in den Personalbereich wechselte.

Ihr Vortrag an der HTW Dresden gibt einen Einblick in die Personalarbeit und deren Herausforderungen eines international agierenden Unternehmens und stellt anhand eines Beispiels aus der Praxis einen Changeprozess dar.

Wo: https://webroom.hrz.tu-chemnitz.de/gl/nic-iy6-fjx-zez
Wann: 27. Mai 2021, 15.10 Uhr
Bitte beachten: Der Vortrag wird auf Englisch gehalten.

Besuch bei der arche noVa (e.V.)

Der Management of Non-Profit Organizations-Kurs von Prof. Neuvians hat Anfang des Jahres die arche noVa in Dresden besucht. Hierbei handelt es sich um eine Initiative für Menschen in Not, die insbesondere den Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen sowie eine gute Bildung ermöglicht.

Im Vergleich zu unserem Besuch beim Roten Kreuz im letzten Jahr hatten wir nun die Gelegenheit, einen Einblick in eine kleinere und somit sehr wendige Non-Profit-Organisation zu bekommen. Torsten Wieland hat als Fundraising-Experte uns u.a. die aktuellen Bedingungen im Spendenbereich erläutert. Seit 1993 trägt arche noVa (e.V.) durchgängig das DZI Spenden-Siegel. Dank der Erläuterungen des neuen Geschäftsführers Mathias Anderson haben wir zudem einiges zum Management der Organisation aber auch zu konkreten Projekten im Ausland erfahren.

Wir danken beiden Referenten sehr herzlich und wünschen der arche noVa weiterhin viel Erfolg.