Seminarankündigung 26. März 2011

Family Business Briefing

Thema: Konfliktbearbeitung im Vergleich. Analyse. Effektivität. Kosten.

(siehe Flyer für weitere Informationen)

Termin und Ort: 26. März 2011 | 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr
EQUA-Stiftung
Belgradstraße 9
80796 München
Tel.: +49 (0)89 890 63 63 10

Teilnahmegebühr: 250 EUR zzgl. MwSt.
(enthält Seminarunterlagen und Getränke)

Irreführende Werbung zur Mediationsausbildung

Das Landgericht Berlin hat mit Beschluss vom 27. Juli 2010 – 16 O 284/10 irreführende Werbung zur Mediationsausbildung untersagt. Ein Ausbildungsanbieter hatte mit einer Mediationsausbildung gemäß §7a BORA in Anzeigen, Flyern und E-Mails geworben. Dabei behauptete er, dass durch die angebotenen 60 Ausbildungsstunden die Voraussetzungen zur Führung der Bezeichnung „Mediator“ bzw. Anwaltsmediator“ nach §7a BORA für Rechtsanwälte erfüllt seien.

Die Antragstellerin, eine Rechtsanwaltskammer, sieht dagegen die Anforderungen erst als erfüllt an, wenn eine Fachausbildung im Umfang von 90 Stunden einschließlich eines Rollenspiels absolviert wurde. Dies sähen auch andere Rechtsanwaltskammern so. Daher machte die Antragstellerin einen Unterlassungsanspruch aus §§3,5 Abs. 1 UWG geltend. Das LG Berlin untersagte entsprechend durch einstweilige Verfügung, da Wiederholungsgefahr bestand. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Daten und Fakten zur Unternehmensnachfolge von Frauen

Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) hat in diesem Jahr ein Faktenblatt zur Unternehmensnachfolge durch Frauen in Deutschland herausgebracht. Es besteht aus einer Sammlung von vielseitigen Erkenntnissen zur Unternehmensnachfolge und fokussiert dabei besonders die Situation von Frauen als (potentielle) Unternehmensnachfolgerinnen. Die Fakten lassen erkennen, dass die weibliche Nachfolge zunehmend die Aufmerksamkeit von Forschung und WIrtschaft erhält. Gleichzeitig scheinen jedoch noch erhebliche Vorbehalte ihr gegenüber zu existieren.

Caspary, die in ihrer Dissertation (2010) die Gründe für diese Vorbehalte erforscht hat, kommt zu dem Schluss, dass dem System Familie und den daraus hervorgegangegen Erziehungsleistungen sowie der frühzeitigen Verankerung eines Werte- und Normkonzepts eine Schlüsselrolle zukommt. Das private und berufliche Engagement des Nachwuchses würde auf diese Weise geformt und gefördert.

Das bga-Faktenblatt bietet weitere interessante Aspekte, auf die in diesem News-Blog nur verwiesen werden kann. Allgemein lässt sich allerdings sagen, dass laut mehreren Studien die Frauen aus Unternehmensfamilien mit spezifischen Herausforderungen zu kämpfen haben. Häufig wird auf die patriarchal geprägte Unternehmenskultur verwiesen, die Töchter zu Notlösungen für die Nachfolgefrage werden lassen. Dies dürfte jedoch nur ein möglicher Aspekt sein. Die Rollen von Mitgliedern in Unternehmensfamilien gelten allgemein als komplex, sodass sich aus diesem Gesamtfüge weitere Aspekte erkennen lassen. Die Klärung von Rollen ist dabei eine mögliche Methode, die in Einzelberatungen oder in Workshops neue Erkenntnisse bieten kann. So findet beispielsweise ein halbtägiges Forum des Wittener Instituts für Familienunternehmen am 2. Dezember 2010 in München statt, der den Balanceakt der Rollen näher erörtern wird.

Weitere Informationen zum 6. Forum Familienunternehmen im Hause der Roeckel Handschuhe & Accessoires Gmbh & Co. KG finden sich hier.

Fortbildung für Manager von Familienunternehmen

Die Aufgaben eines (externen) Geschäftsführers oder Managers eines Familienunternehmens sind vielfältig und gehen über betriebswirtschaftliche Fachkompetenz weit hinaus. Die angemessene Einbindung der Unternehmensfamilie in die Belange des Unternehmens, aber auch die konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Geschäftsführung und den Gesellschaftern gilt es zu meistern. Hier setzt das EQUA-Seminar an, welches wichtiges Grundwissen über die besonderen Strukturen und Dynamiken in der langfristigen Entwicklung von Familienunternehmen vermittelt und Methoden zur konstruktiven und unternehmensstabiliserenden Zusammenarbeit lehrt.

Referent ist Prof. Dr. Marc-Michael H. Bergfeld. Konkrete Termine entnehmen Sie bitte der EQUA-Hompage.