Studie zu Generationenwechsel

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hatte eine Studie zum Generationenwechsel im Mittelstand in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse im Dezember 2011 nun präsentiert wurden. Anlass war der Gedanke, dass sich der demographische Wandel auf das Arbeitskräfteangebot und die Nachfragestruktur auswirken könnte. Daher interessierte vor allem das bestehende und zukünftige Übernahmepotenzial, mit besonderem Augenmerk auf das Handwerk.

Die Ergebnisse, die am 9. Dezember in Berlin vorgestellt wurden, sind nicht eindeutig. Die Prognose der zukünftigen Entwicklung der Zahl der Existenzgründungen, Übernahmen und Übergaben bis zum Jahr 2020 wurde auf Grundlage von zwei unterschiedlichen methodischen Ansätzen erstellt. Die Schätzungen des IfM Bonn ergeben einen Anstieg der Zahl der zur Übergabe anstehenden Unternehmen, während die Prognose des ifh Göttingen zum Schluss kommt, dass in den nächsten Jahren sowohl die Zahl der Existenzgründungen als auch die der Übernahmen sinken dürfte. Letztlich weist dies auf eine Grundproblem der Nachfolgeforschung hin: fehlende bzw. valide Daten.

Interessant ist dennoch, dass sich der von der Europäischen Kommission beobachtete Trend zur familienexternen Nachfolge nur im Handwerk bestätigen ließ. Dort überwiegt sie mit einem Anteil von 59%. Für die Gesamtwirtschaft kann dies nicht festgestellt werden, da es an einer validen Datenbasis fehlt.

Weiterführende Informationen finden sich hier. Wir werden in unserem nächsten N&Co. Newsletter ausführlicher darüber berichten.

Literatur: Klaus Müller u.a. (2011). Der Generationswechsel im Mittelstand im demographischen Wandel. Duderstadt: Mecke Druck.