Studie Allensbach Verantwortungseigentum

Wir hatten im Oktober 2020 bereits über die Diskussion zur Gesellschaft für Verantwortungseigentum berichtet. Nun hat das Institut für Demoskopie Allensbach eine Studie herausgebracht, welche die Resonanz von Familienunternehmen auf diese spezifische Option für eine Nachfolgeregelung untersucht.

Die Untersuchung stützt sich auf insgesamt 417 Interviews mit den Inhabern bzw. Geschäftsführer*innen mittlerer und größerer Familienunternehmen. Dabei wurden mittlere und größere Unternehmen mit nahezu der gleichen Fallzahl in die Untersuchung einbezogen.

57 Prozent der befragten Familienunternehmen „halten Verantwortungseigentum grundsätzlich für eine gute Lösung“, heißt es in der Studie. Als Vorteile sehen sie den Erhalt der Selbstständigkeit auch unabhängig von der Familie (74 Prozent) sowie die Tatsache, dass Gewinne und Vermögen dem Zweck dienen und „nicht ohne Gegenleistung entnommen werden können“ (80 Prozent Zustimmung). Insgesamt 42 Prozent der Befragten können sich grundsätzlich vorstellen, ihr eigenes Unternehmen in Verantwortungseigentum „fortzuführen bzw. zu übergeben“.

Entsprechend stößt das Vorhaben, eine neue Rechtsform für Verantwortungseigentum einzuführen, auf breite Zustimmung: 72 Prozent der befragten Familienunternehmen befürworten die Einführung einer Rechtsform für Verantwortungseigentum – unabhängig davon, ob diese Eigentumsform als Nachfolgeregelung für das eigene Unternehmen in Frage kommt oder nicht. Nur 15 Prozent halten eine Rechtsform für nicht sinnvoll.

Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich von verschiedenen Politiker*innen und Expert*innen diskutiert. Die Aufzeichnung dieser Diskussion finden Sie auf YouTube und die Studie selbst steht hier zum Download bereit.