Steuerlast für Familienunternehmen

Die Stiftung für Familienunternehmen hat Studienergebnisse zur Steuerlast von Familienunternehmen veröffentlicht. Die Studie war beim ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. in Auftrag gegeben worden und wurde in dieser Woche veröffentlicht.

Das Ergebnis: Deutschland ist ein Höchststeuerland, besonders für die großen Familienunternehmen.

Seit 2013 zahlen große Familienunternehmen in Deutschland deutlich mehr Steuern als börsennotierte Konzerne im Streubesitz.

Von 2010 bis 2018 entrichteten Familienunternehmen etwa 67 Milliarden Euro pro Jahr an Unternehmenssteuern. Das entspricht rund 48 Prozent des Gesamtaufkommens an Unternehmenssteuern. Auf die 500 größten Familienunternehmen entfielen davon rund 12 Milliarden Euro, was knapp einem Fünftel entspricht.

Die durchschnittliche Steuerbelastung der 500 größten Familienunternehmen liegt auf Unternehmensebene bei etwa 28 Prozent. Unter Berücksichtigung der Steuern auf Gesellschafterebene errechnet sich eine durchschnittliche Belastung von fast 38 Prozent. Erträge der Dax-Konzerne, die keine Familienunternehmen sind, sind unter Berücksichtigung der Besteuerung der Gesellschafter dagegen nur mit gut 26 Prozent belastet.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Stiftung.

Wer an einem Podcast zum Thema interessiert ist, möge sich das Interview mit Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen, bei Gabor Steingart/Media Pioneer anhören.