Mit Antje v. Dewitz im Gespräch.

Nach einem anregenden Gespräch mit dem Familienunternehmer Tobias Ragge von HRS fand nun eine äußerst bereichernde Diskussion mit Antje von Dewitz, Geschäftsführerin von VAUDE, gemeinsam mit Mitgliedern der amerikanischen Austauschorganisation ASSIST und Prof. Dr. Nicola Neuvians statt. Frau von Dewitz erzählte sehr eindrücklich über ihre Erfahrungen, die vom ersten Praktikum bei VAUDE im Jahr 1998 reichten bis ins Jahr 2009, als ihr Vater ihr die Geschäftsführung des Familienunternehmens übergab, bis hin zu aktuellen Herausforderungen, die VAUDE zu bewältigen versucht. Sie ermöglichte dem Publikum exklusive Einblicke in ein nachhaltiges und profitables Familienunternehmen und in Themen, die von der Gemeinwohlökonomie bis hin zur Macht von Frauen in Führungspositionen reichten.

"Mutter von vier Kindern und CEO eines globalen Unternehmens zu sein, ist in der Tat sehr kompatibel."

betont Frau von Dewitz. Ein Großteil ihres Antriebs beruht auf dem Wunsch, ein Unternehmen zu führen, das sich bemüht, die Welt für ihre Kinder und zukünftige Generationen angesichts des Verdrängungswettbewerbs und des systematischen Ignorierens von Umweltschäden zu verbessern. 

"Zeigen Familienunternehmen eine gewisse Prädispostion zur Gemeinwohlökonomie?" 

fragt Prof. Neuvians. Es sei fast unmöglich, blind für die Auswirkungen des eigenen Handelns zu sein, antwortete Frau von Dewitz. Es gelte ein Vorbild zu sein. Im vergangenen Jahr hat VAUDE dies mit der Gründung der VAUDE Academy erneut bewiesen, einem Programm, das interessierte Unternehmen, Organisationen, Schulen und Universitäten über den Wert von nachhaltigem Wirtschaften und Management aufklärt.

Das Gespräch ging dann noch auf Führungsaspekte ein und die Erfahrungen, die Frau von Dewitz als Frau und Geschäftsführerin im eigenen Unternehmen machen durfte. Sie räumte ein, dass sie zunächst den Fehler gemacht hatte, den Führungsstil ihres Vaters zu kopieren. Mittlerweile praktiziere sie einen sehr authentischen Führungsansatz, den sie auch bei anderen schätze. Dieses und weiteres kann auch ihrem neu erschienenen Buch "Mut steht uns gut" entnommen werden. Eine Lektüre, die Lust auf Gemeinwohl & Familienunternehmen macht. 

Herzlichen Dank an Frau von Dewitz für dieses spannende Gespräch, an die Organisation ASSIST, die dieses Treffen erst möglich machte, sowie besonders an Becky Gilbert, die Initiatorin dieser Veranstaltung. Paula Franke und Daniel Sturm haben das Gespräch in einem Kurzbericht dokumentiert, der als Vorlage für diesen Blogeintrag diente. Vielen Dank also auch an diese beiden.