Daten und Fakten zur Unternehmensnachfolge von Frauen

Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) hat in diesem Jahr ein Faktenblatt zur Unternehmensnachfolge durch Frauen in Deutschland herausgebracht. Es besteht aus einer Sammlung von vielseitigen Erkenntnissen zur Unternehmensnachfolge und fokussiert dabei besonders die Situation von Frauen als (potentielle) Unternehmensnachfolgerinnen. Die Fakten lassen erkennen, dass die weibliche Nachfolge zunehmend die Aufmerksamkeit von Forschung und WIrtschaft erhält. Gleichzeitig scheinen jedoch noch erhebliche Vorbehalte ihr gegenüber zu existieren.

Caspary, die in ihrer Dissertation (2010) die Gründe für diese Vorbehalte erforscht hat, kommt zu dem Schluss, dass dem System Familie und den daraus hervorgegangegen Erziehungsleistungen sowie der frühzeitigen Verankerung eines Werte- und Normkonzepts eine Schlüsselrolle zukommt. Das private und berufliche Engagement des Nachwuchses würde auf diese Weise geformt und gefördert.

Das bga-Faktenblatt bietet weitere interessante Aspekte, auf die in diesem News-Blog nur verwiesen werden kann. Allgemein lässt sich allerdings sagen, dass laut mehreren Studien die Frauen aus Unternehmensfamilien mit spezifischen Herausforderungen zu kämpfen haben. Häufig wird auf die patriarchal geprägte Unternehmenskultur verwiesen, die Töchter zu Notlösungen für die Nachfolgefrage werden lassen. Dies dürfte jedoch nur ein möglicher Aspekt sein. Die Rollen von Mitgliedern in Unternehmensfamilien gelten allgemein als komplex, sodass sich aus diesem Gesamtfüge weitere Aspekte erkennen lassen. Die Klärung von Rollen ist dabei eine mögliche Methode, die in Einzelberatungen oder in Workshops neue Erkenntnisse bieten kann. So findet beispielsweise ein halbtägiges Forum des Wittener Instituts für Familienunternehmen am 2. Dezember 2010 in München statt, der den Balanceakt der Rollen näher erörtern wird.

Weitere Informationen zum 6. Forum Familienunternehmen im Hause der Roeckel Handschuhe & Accessoires Gmbh & Co. KG finden sich hier.