Unternehmensnachfolge im Osten besonders herausfordernd

Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) scheint die Unternehmensnachfolge insbesondere im Osten schwierig zu sein.

Der DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2019 konnte diesen Schluss auf Grundlage von mehr als 26.000 Kontakte der Experten in den Industrie- und Handelskammern (IHKs) mit Senior-Unternehmern und Übernahme-Interessenten ziehen. Dabei zeigte sich für das Segment kleinere und mittlere Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern (KMU), dass knapp 7000 Alt-Inhaberinnen und Alt-Inhaber im Jahr 2018 den Rat ihrer Industrie- und Handelskammer (IHK) suchten, „ein Zuwachs von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein abermaliger Rekord in der Historie des DIHK- Reports Unternehmensnachfolge seit dem Jahr 2007.“

Mit 54 Prozent sind im Osten mehr als die Hälfte der Senior-Unternehmer beim Erstbesuch der IHK noch ohne Nachfolgerin oder Nachfolger. Betroffen seien vor allem Einzelhändler sowie Hotel- und Gastronomiebetriebe.

Als Gründe für die schwierige Nachfolgesituation werden der demographische Wandel und Fachkräftemangel vermutet, die jedoch die Unterschiede zwischen Ost und West nicht in Gänze erklären dürften. Ferner wurde hervorgehoben, dass sich die Nachfolge „im Herzen“ abspiele, da viele Senior-Inhaber nicht von ihrem Lebenswerk loslassen könnten. Dies erkläre,“warum auch 43 Prozent der Senior-Unternehmer zu Beginn der Verhandlungen laut IHK-Erfahrungen einen überhöhten Kaufpreis fordern. Sie berechnen häufig die über Jahre oder Jahrzehnte geleisteten Mühen und den persönlichen Einsatz mit ein.“

Die kompletten Studienergebnisse erhalten Sie hier.