Potenzialanalyse von Migrant/innen zur Lösung der Nachfolgelücke im Mittelstand (MINA)

Der Mittelstand hat verschiedenen Erhebungen zufolge ein „Nachfolgeproblem“. Immer weniger Kinder entscheiden sich für eine Nachfolge im elterlichen Betrieb. Zudem werden an die Übernahme eines Unternehmens zahlreiche Bedingungen geknüpft, die anscheinend nicht so leicht erfüllt werden können.

Wer also soll die Nachfolgelücke schließen? Kämen, überspitzt formuliert, statt Otto oder Katrin auch Ali oder Nazan in Betracht? Mit Blick auf die erwartete demographische Entwicklung in Deutschland stellen Gründungsinteressierte mit Migrationshintergrund ein noch weitgehend unerschlossenes Potenzial für die Nachfolge dar. Daher wird es von dem Team rund um Prof. Dr. Birgit Felden von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) und Prof. Dr. Darius Zifonun von der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) mit den folgenden Zielen erforscht:

    – Quantifizierung des Nachfolgerpotenzials durch Migrantinnen und Migranten
    – Qualifizierung der Spezifika dieser Nachfolgergruppen/Ursachen der geringen Teilhabe
    – Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Erschließung des Potenzials unter besonderer Berücksichtigung der Interessen der Unternehmenspartner, damit Sicherung der mittelständischen Wirtschaftstrukturen in Berlin.

Das Forschungsprojekt MINA wurde vom Institut für angewandte Forschung Berlin e.V. in Auftrag gegeben. Mit Endergebnissen ist Ende 2011/Anfang 2012 zu rechnen.

Bei Fragen zum Projekt können Sie sich direkt an das Institut für Entrepreneurship, Mittelstand und Familienunternehmen (EMF) wenden oder an Frau Dr. Nicola Neuvians. Das EMF-Institut bündelt und intensiviert die Forschungsaktivitäten der HWR Berlin in den Themenbereichen Familienunternehmen, Mittelstand, Entrepreneurship und Unternehmensnachfolge.